1. Über die Professorin:
Prof. Dr. Maria-Esther Vidal ist Professorin an der Leibniz Universität Hannover und Leiterin der Forschungsgruppe Scientific Data Management (SDM) an der TIB – Leibniz-Informationszentrum für Wissenschaft und Technik. Zudem ist sie Mitglied des L3S Research Centre.
2. Forshung:
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen semantisches Datenmanagement, Datenintegration, föderierte Anfrageverarbeitung und maschinelles Lernen über Wissensgraphen, mit einem besonderen Fokus auf neuro-symbolische KI. Sie entwickelt Methoden, die symbolisches Schließen mit maschinellem Lernen kombinieren, um interpretierbare und vertrauenswürdige KI-Systeme zu ermöglichen. Diese Arbeiten haben große Wirkung in der Medizin (z. B. Unterstützung bei Diagnose und personalisierter Behandlung), bei der Erkennung und Dokumentation von Bias (Fairness und Transparenz in KI-Pipelines) sowie in wissenschaftlichen Datenökosystemen (Interoperabilität und Reproduzierbarkeit über heterogene Datenquellen hinweg).
3. Publikationen & Auszeichnung:
Prof. Vidal ist Ko-Autorin von mehr als 240 peer-reviewten Publikationen im Bereich Semantic Web, Datenbanken und Künstliche Intelligenz. Ihre Beiträge wurden unter anderem mit dem Wissenschaftspreis für verantwortungsvolle Forschung des Stifterverbands und dem Programm „Leibniz Best Minds: Programm für Professorinnen“ der Leibniz-Gemeinschaft ausgezeichnet. Sie prägt ihre wissenschaftlichen Communities aktiv durch ihre Tätigkeit als Mitglied von Editorial Boards führender Fachzeitschriften (z. B. Journal of Web Semantics, ACM Journal of Data and Information Quality) sowie durch Leitungsfunktionen bei bedeutenden Konferenzen (z. B. ESWC, WWW, ISWC, AAAI).
4. Technologien & Beiträge:
Unter ihrer Leitung hat ihr Team international anerkannte Technologien für den gesamten Lebenszyklus von Wissensgraphen entwickelt: von der semantischen Integration heterogener Daten und der föderierten Anfrageverarbeitung bis hin zu bias-sensitivem maschinellem Lernen und hybrider neuro-symbolischer Inferenz. Diese Technologien tragen nicht nur maßgeblich zum wissenschaftlichen Fortschritt bei, sondern adressieren auch zentrale gesellschaftliche Herausforderungen durch die Förderung von Erklärbarkeit, Verantwortlichkeit und Vertrauen in KI.
5. Betreuung & akademische Tätigkeiten:
Darüber hinaus ist sie Expertin in verschiedenen Beiräten, Summer Schools und Doktorandenkolloquien. Sie hat mehr als 28 Doktorand:innen sowie über 120 Master- und Bachelor-Studierende in der Informatik betreut und war Mitglied von Promotionskommissionen in zahlreichen Ländern, darunter Frankreich, Italien, Schweden, Spanien, die Niederlande, Deutschland, Irland, Argentinien, Uruguay und Venezuela.